Das Konzil von Trient

Als ernsthafte Antwort auf die Reformation fand das Tridentinum in drei Perioden (1545-47; 1551-52; 1562-63) zu Trient statt im Sinne einer Gegenreformation.

In der ersten Sitzungsperiode (1545-1547) betonte das Konzil den autoritativen Charakter der kirchlichen Tradition. Danach wurde die römisch-katholische Sakramentsauffassung erarbeitet.

Wegen der Vorgabe, dass die Kirche und nicht die Bibel über die Lehre zu entscheiden habe, lehnte Bullinger jede Teilnahme kategorisch ab. Einige andere Reformatoren hätten teilgenommen in der Hoffnung, im Gespräch überzeugen zu können zugunsten der Bibel. – Die Fragestellung trügt, aus heutiger Sicht. Heute lesen die Röm.-katholischen Mitchristen die Bibel nicht weniger intensiv als wir Evangelische. Die praktische Lage hat sich geändert.

„Das Tridentinum hat durch fast ausschliesslich italienische und spanische Bischöfe unter dem Einfluss scholastisch gebildeter Ordenstheologen die Lehre in Abgrenzung zur reformatorischen Verkündigung fixiert und dadurch auch den Prozess der Konfessionalisierung des Christentums eingeleitet.“ (RGG 3.Aufl.)