Logik

„Logik (von griechisch logos: Wort), die Lehre von den Prinzipien des richtigen, d. h. schlüssigen Denkens und Beweisführens. Als logisch richtig wird diejenige Beziehung zwischen Voraussetzungen und Schluss angesehen, bei der wahre Voraussetzungen zu einem wahren Schluss führen.

Zwischen der Gültigkeit einer Beweisführung und der Richtigkeit eines Schlusses muss allerdings unterschieden werden. ...“

Soweit eines der Lexiken. Logik mag als die Instanz oder Form gesehen werden welche die Beziehungen zwischen Voraussetzungen und Schlussfolgerungen regelt; wie sollte das Verhältnis zwischen dem Schöpfer (und dieser ist zuerst da, ist also die Voraus-‚Setzung’) und Mensch als Schöpfung  anders geregelt sein als durch die Regeln des Schöpfers? Wir reden aber hier nicht von Schöpfung, sondern von dem was da ist; das gilt  von  der klassischen Logik, und hier wurde die aristotelische nicht nur führend, sondern man hat sogar gesagt: „Die Logik des Aristoteles ist die Logik Gottes.“ – Zu dieser aristotelischen Logik im selben Lexikon folgendes:

„Aristoteles gilt als Begründer der klassischen, syllogistischen Logik. Ein Syllogismus ist ein logischer Schluss, der sich auf Prämissen in einer der vier Formen stützt: „Alle As sind gleich Bs” (allgemein bejahend), „Alle As sind verschieden von Bs” (allgemein verneinend), „Einige As sind gleich Bs” (partikulär bejahend), „Einige As sind verschieden von Bs” (partikulär verneinend). Die Buchstaben stehen für allgemeine Substantive wie „Hund”, „Vierfüßer”, „Lebewesen”, die Begriffe des Syllogismus genannt werden. Ein vollständiger Syllogismus besteht aus zwei Prämissen (oder Voraussetzungen) und einer Konklusion (oder Schluss), wobei jede Prämisse einen Begriff mit der anderen Prämisse und einen Begriff mit der Konklusion gemeinsam hat. In der klassischen Logik sind die Regeln formuliert, anhand derer die vollständigen Syllogismen als gültige oder ungültige Beweisformen klassifiziert werden können.“

Gültig oder ungültig, und zwar endgültig. Da ist keinerlei Vergebung oder ähnliches vorgesehen. Dennoch theologisiert die Theologie aber überwiegend mit Hilfe der Logik. Bullinger ist hierin eine (nicht die einzige) Ausnahme.

Philipp Melanchthon (1497-1560) lehnte in seinen ‚loci communes’ in der Erstfassung von 1521 die Logik heftig ab, differenzierte dann aber und lehrte 1535 (zweite Auflage der loci), die Logik sei sozusagen der Schöpfung eingegossen als Ordnungsprinzip.

Bullinger hingegen hielt daran fest, logische Folgerungen seien „menschen fünd“ und „menschliches gedicht“ (menschliches Erzeugnis des Denkens).