Das Augsburger Bekenntnis, die Confessio Augustana

„Bekenntnis, das Philipp Melanchthon für den Reichstag zu Augsburg verfasste und am 25. Juni 1530 vor Reichstag und Kaiser verlas. Es ist gleichzeitig die wichtigste Bekenntnisschrift der reformatorischen Kirche.“

Eigentlich war die Schrift als Apologie gemeint, als Verteidigungsrede vor dem Reichtstag; sie ist moderat im Ton, so dass Luther sagte: „... ich so sanft und leise nicht tretten kan.“  Doch schon Melanchthon selbst betonte ihren Bekenntnischarakter. Es war ein abschliessendes Bekenntnis im Angesicht des Weltendes; Luther nannte den Reichstag „die letzte Posaune vor dem jüngsten Tag.“ Diese Sicht hielt nicht an, wohl aber der unveränderbare Wortlaut des Bekenntnisses, und nach „lutheerischem“ Verständnis braucht es auch heute noch keine andere evangelische Bekenntnisformulierung. Bullinger hingegen war durchaus bereit, die CA anzuerkennen, sofern die Lutherischen auch die Formulierungen, die für die Reformierten mehr Klarheit tragen, anerkennen d.h. nicht ablehnen würden.

Noch heute ist die CA für die lutherische Pastorenschaft verpflichtend. Diese Verpflichtung tragen lutherische Pfarrer auch dann mit sich, wenn sie in Reformierten Kirchen Dienst tun, da wo a-konfessionell gedacht und empfunden wird.